Anleitung für Xpert Kolloidgenerator
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Kolloidales Gold herstellen
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Warum Ihr Generator bei kolloidalem Gold nicht startet
Sie nutzen bidestilliertes Wasser, alles ist sauber vorbereitet – und trotzdem läuft Ihr Kolloidgenerator bei der Herstellung von kolloidalem Gold nicht an oder bricht sofort ab oder zeigt die Meldung „Elektroden nicht im Wasser“. Das wirkt im ersten Moment widersprüchlich, hat aber fast immer eine sehr einfache Ursache: Der Stromfluss ist zu gering.
Bidestilliertes Wasser: zu rein für Gold Elektrolyse?
Bidestilliertes Wasser enthält nahezu keine gelösten Mineralien oder Salze – das klingt zunächst ideal und ist für eine hochwertige Kolloid-Herstellung oft ein Qualitätsmerkmal. Für die Gold-Produktion per Elektrolyse kann diese hohe Reinheit jedoch dazu führen, dass der Start weniger zuverlässig gelingt, denn sehr reines Wasser leitet Strom nur schwach.
Damit Ihr Generator sicher arbeiten kann, braucht es zwischen den Elektroden einen kleinen, stabilen Stromfluss. Dieser entsteht durch Ionen im Wasser. Sind davon nur wenige vorhanden, ist die Leitfähigkeit entsprechend gering – und der Prozess kann langsamer anlaufen oder nicht sofort stabil starten.
Was bedeutet „Stromfluss zu gering“ genau?
Der Generator versucht, Strom durch das Wasser zu schicken, um die Elektrolyse in Gang zu setzen. Bei zu geringer Leitfähigkeit passiert dann Folgendes:
- Es fließt kaum oder gar kein Strom zwischen den Elektroden.
- Der Generator erkennt: Bedingungen ungeeignet.
- Ergebnis: Er startet nicht, läuft nur sehr schwach oder schaltet ab.
Das ist kein Defekt – sondern eine Art „Schutz“ bzw. eine automatische Reaktion auf ungeeignete Wasserwerte.
Warum tritt das bei Gold häufiger auf als bei Silber?
Bei Silber funktioniert die Herstellung oft auch mit sehr niedrigem Leitwert recht gut. Bei Gold (und einigen weiteren Elementen) ist es jedoch häufiger so, dass der Prozess zum stabilen Start etwas mehr Leitfähigkeit benötigt. Deshalb kann es sein, dass ein Setup, das für Silber perfekt ist, bei Gold plötzlich nicht mehr anspringt.
So lösen Sie das Problem: Leitwert messen und gezielt anpassen
Der wichtigste Schritt ist: Messen statt raten. Nutzen Sie ein Leitwertmessgerät und prüfen Sie den Wert in µS/cm.
Für einige Elemente – darunter häufig auch Gold – hat sich ein Bereich von ca. 4 bis 15 µS/cm als praktikabel erwiesen (abhängig vom Gerät, den Elektroden und den Einstellungen). In diesem Bereich ist die Leitfähigkeit meist hoch genug, damit der Generator stabil startet und die Elektrolyse effizient arbeiten kann.
Wie kann man den Leitwert erhöhen – ohne „alles zu vermurksen“?
Das Ziel ist nicht, das Wasser stark zu verändern, sondern den Leitwert minimal und kontrolliert anzuheben. Bewährt haben sich dafür zwei Wege:
Sie können Ihr bidestilliertes Wasser, das Sie z. B. für die Silberproduktion verwenden, bei Bedarf gerne gezielt im Leitwert anheben – durch die minimale Zugabe von destilliertem Wasser oder von Mineralwasser in sehr kleinen Mengen (tropfenweise).
So lässt sich der Leitwert des Wassers einfach und kontrolliert erhöhen. Bitte achten Sie darauf, die Leitfähigkeit regelmäßig zu messen und die Reinheit der verwendeten Materialien und Gefäße sicherzustellen.
Wichtig: Nicht übertreiben. Lieber schrittweise arbeiten und den Leitwert regelmäßig kontrollieren.
💫 Wenn Sie kein Leitwertmessgerät zur Hand haben, können Sie den Leitwert auch direkt am Gerät prüfen: Sobald der Generator nicht mehr die Meldung „Kein Wasser“ anzeigt, drücken Sie die Pfeil-nach-unten-Taste. Dort wird Ihnen der aktuelle Leitwert angezeigt (Ihre Gold-Elektroden müssen dazu im Wasser sein).
Methoden zur Erhöhung der Leitfähigkeit
- Anfüttern mit dem gleichen Element:
Durch die Zugabe einer geringen Menge des entsprechenden Elements kann der Leitwert des Wassers erhöht werden. -
Verwendung eines adäquaten vergleichbaren Elements:
Alternativ können ähnliche Elemente verwendet werden, um den gewünschten Leitwert zu erreichen. Die meisten Elektroden interagieren gut mit Silber, das hervorragende elektrische Leitfähigkeit aufweist. Silber wäre daher eine Wahl, da es keine negativen Wechselwirkungen mit anderen Materialien zeigt und die Leitfähigkeit des Wassers effektiv erhöht. Für 370 ml Wasser können Sie 1 bis 3 Tropfen kolloidales Silberwasser hinzuzufügen, um den Leitwert zu steigern. -
Becher nicht auswaschen:
Verzichten Sie darauf, den Becher nach jeder Produktion zu reinigen. Die darin verbleibenden Partikel können ebenfalls den Leitwert des Wassers erhöhen. Decken Sie den Becher mit Folie ab, um Staub fernzuhalten. -
Verwendung von destilliertem Wasser mit zugesetzten Mineralien:
Es gibt destilliertes Wasser, das speziell für die Herstellung von kolloidalen Lösungen mit zugesetzten Mineralien erhältlich ist. -
Feinjustierung bei Verwendung von bidestilliertem Wasser:
Wenn Sie sehr reines, bidestilliertes Wasser verwenden, können Sie den Leitwert auch erhöhen, indem Sie in kleinen Schritten normales destilliertes Wasser hinzufügen, bis der gewünschte Leitwert erreicht ist. Dabei empfiehlt es sich, nach jeder kleinen Zugabe den Leitwert zu messen, um nicht zu stark zu erhöhen.
Sauberkeit bleibt entscheidend
Auch wenn ein etwas höherer Leitwert hilfreich ist, sollte die Herstellung weiterhin sauber und kontrolliert bleiben:
- Behälter und Elektroden sauber halten
- Reines Ausgangswasser verwenden
-
Leitwert während der Herstellung im Blick behalten
Fazit
Wenn Ihr Generator bei kolloidalem Gold trotz bidestilliertem Wasser nicht startet, liegt es meist nicht am Gerät – sondern daran, dass das Wasser zu wenig leitfähig ist. Zu wenige Ionen = zu geringer Stromfluss = keine stabile Elektrolyse.
Mit einer Leitwertmessung und einer vorsichtigen, kontrollierten Anpassung bekommen Sie den Prozess in der Regel schnell zuverlässig zum Laufen.
Kolloidales Gold herstellen – optimaler Leitwert, Wasser-Tipps und Tipps für stabile Ergebnisse.
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