Warum Colloimed hochwertige Kolloide nicht in einfachen Plastikflaschen abfüllt

21. Januar 2026 durch
Alneo GmbH, Team Colloimed
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Wer kolloidale Dispersionen herstellt, lernt schnell: Nicht nur der Prozess entscheidet über Qualität – sondern auch das, was danach kommt. Abfüllung und Verpackung sind nicht „nur Versand“, sondern ein Teil des Produkts.

Darum setzt Colloimed bei hochwertigen Kolloiden bewusst auf ausgewählte, passende Gebinde – und verzichtet auf preiswerte Glasflaschen oder einfache Standard-Plastikflaschen. Nicht aus „Prinzip“, sondern weil Kolloide empfindliche Systeme sind: Sie reagieren auf Kontaktmaterialien, auf Luft, auf Spurstoffe – und auf Zeit.

Kolloide sind „Oberflächenchemie“ – und Verpackung ist Kontaktfläche

Kolloide bestehen aus sehr kleinen Partikeln mit enormer Oberfläche. Genau diese Oberfläche macht sie interessant – aber auch empfindlich. Schon kleinste Einträge können beeinflussen:

  • Stabilität (Ausflocken/Agglomeration)
  • Langzeitkonstanz
  • optisches Erscheinungsbild (Trübung/Schleier)
  • messbare Konzentration (z. B. ppm)
  • Reproduzierbarkeit zwischen Chargen

Deshalb betrachten wir die Verpackung nicht als Nebensache, sondern als Qualitätsfaktor.

Additive aus Kunststoffen können in Spuren migrieren

Viele Standardkunststoffe enthalten Zusatzstoffe (z. B. Stabilisatoren, Gleitmittel, Prozesshilfen). Bei Alltagsprodukten fällt das oft nicht ins Gewicht – bei Kolloiden können Spuren jedoch ausreichen, um die Partikeloberfläche zu beeinflussen. Das kann die Dispersion über Wochen/Monate messbar verändern, ohne dass es sofort auffällt.

Nanopartikel können an Kunststoffoberflächen „haften bleiben“

Partikel können sich an Innenwänden anlagern (Adsorption/Anhaftung). Das kann bedeuten:

  • Die tatsächlich verfügbare Konzentration verändert sich über die Lagerzeit
  • Die Dispersion wirkt „anders“ als frisch abgefüllt
  • Ergebnisse werden weniger reproduzierbar (vor allem bei sehr feinen oder niedrig dosierten Dispersionen)

Kunststoff ist oft gasdurchlässiger (Sauerstoff/CO₂)

Viele Kunststoffe lassen in gewissem Maß Gase durch. Für Kolloide kann das relevant sein:

  • Sauerstoff kann Oxidationsprozesse beeinflussen
  • CO₂ kann den pH über Zeit verschieben
  • Beides kann Stabilität und Erscheinungsbild verändern

Das ist besonders ärgerlich, weil der Kunde „gleiches Produkt“ erwartet – aber die Verpackung langsam „mitarbeitet“.

Sensorik und Kundenerlebnis: „Plastiknote“ vermeiden

Einige Kunststoffe geben Gerüche ab oder nehmen Gerüche an. Selbst wenn das analytisch nicht dramatisch ist: Bei hochwertigen Produkten soll beim Öffnen nicht der Eindruck entstehen: „riecht nach Plastik“. Qualität ist auch Vertrauen.

Mikrokratzer, Abrieb und Partikelquellen

Standard-Plastik ist anfälliger für Innenkratzer und Abrieb (Transport, Deckelkontakt, Handling). Bei Kolloiden ist jede zusätzliche Partikelquelle unerwünscht, weil sie:

  • optisch stören kann
  • Messwerte verfälschen kann
  • Stabilität beeinflussen kann

Temperatur, Licht und Transportbedingungen

Kolloide erleben im Versand und in der Lagerung Temperaturschwankungen. Kunststoff verhält sich dabei oft „beweglicher“ als hochwertige Gebinde (Dichtungssitz, Formstabilität, Oberflächenverhalten). Je robuster und geeigneter das Gebinde, desto besser kommt die Dispersion so an, wie sie abgefüllt wurde.

Unser Anspruch: Konstanz statt Kompromisse

Colloimed verwendet Gebinde, die die Dispersion nicht unnötig beeinflussen und die im Versand und in der Lagerung zuverlässig sind. Das ist Teil unseres Qualitätsversprechens: Sie sollen ein Produkt erhalten, das stabil, sauber, reproduzierbar und professionell abgefüllt ist – ohne versteckte Variablen durch „Billigverpackung“.

Wenn Sie spezielle Anforderungen haben (z. B. Praxisbetrieb, Labor, größere Mengen), sprechen Sie uns an – wir empfehlen Ihnen die passende Gebinde- und Lieferform.

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