Warum Colloimed sie nicht anbietet (und was „kolloidal“ wirklich heißt)
Viele Kundinnen und Kunden sind neugierig – und das ist gut so. Wer sich mit Kolloidgeneratoren beschäftigt (ob preiswerte 24-Volt-Gerät oder ein hochwertiges System wie der Colloimed Xpert), stößt früher oder später auf Fragen wie:
- „Können Sie auch kolloidales Cadmium herstellen?“
- „Gibt es Kalium- oder Calcium-Elektroden?“
- „Und Gallium – das ist doch ‘spannend’, weil es so leicht schmilzt?“
Colloimed bekommt diese Anfragen regelmäßig. Und Colloimed antwortet darauf bewusst klar:
Diese Metalle werden nicht angeboten – weder als Kolloidflüssigkeit noch als Elektroden.
Nicht, weil Colloimed „nicht kann“ oder „nicht will“, sondern weil Colloimed Verantwortung übernimmt: für Sicherheit, für saubere Chemie, für realistische Erwartungen und für die Umwelt.
Was viele unter „echtem Kolloid“ verstehen – und was häufig tatsächlich dahintersteckt
Wenn Kundinnen und Kunden von „echten Kolloiden“ sprechen, ist damit meistens Folgendes gemeint:
Elementares Metall als Nanopartikel, fein in Wasser verteilt – stabil, reproduzierbar und nachvollziehbar.
Im Idealfall bleiben diese Partikel durch elektrische Oberflächenladung in der Schwebe (Stichwort: Brown’sche Molekularbewegung und Abstoßung gleich geladener Partikel), sodass sie nicht einfach sofort zusammenklumpen oder ausfallen.
In der Praxis wird der Begriff „kolloidal“ am Markt jedoch oft deutlich weiter gefasst. Häufig handelt es sich statt metallischer Nanopartikel eher um:
- ionische Lösungen (z. B. K⁺ oder Ca²⁺ im Wasser – also ein Elektrolyt, kein Metall-Kolloid),
- Oxid-/Hydroxid-Partikel (Reaktionsprodukte, die optisch „kolloidal“ wirken, chemisch aber nicht das sind, was viele erwarten),
- Carbonat-Trübungen (z. B. durch CO₂ aus der Luft, besonders bei Calcium),
- Mikroblasen und Trübungen aus elektrochemischen Prozessen, die eine „Partikel-Dispersion“ vortäuschen können.
Das ist nicht automatisch „böse Absicht“. Aber: Wenn die Erwartung („echte metallische Kolloidpartikel“) und die Realität („Ionen, Verbindungen, Trübungen“) auseinandergehen, wird es entweder missverständlich – oder im ungünstigen Fall unnötig riskant.
Colloimed entscheidet sich hier bewusst für Transparenz: lieber klar erklären, was chemisch realistisch ist – als Begriffe zu verwenden, die zwar gut klingen, aber falsche Erwartungen wecken.
Warum ein preiswerter 24-Volt-Generator – und auch ein Premium-System – die Chemie nicht „überlisten“ kann
Ein häufiger Gedanke lautet:
„Vielleicht klappt es nicht mit meinem einfachen Geräten – aber mit einem hochwertigen Kolloidgenerator doch?“
Ein hochwertiges System bringt tatsächlich wichtige Vorteile: präzise einstellbare ppm-Werte, stabile Prozessbedingungen, bessere Steuerbarkeit, Abschaltautomatik Elektrodenumschaltung und insgesamt reproduzierbarere Ergebnisse. Das ist genau der Grund, warum Geräte wie der Colloimed Xpert in vielen Anwendungen deutlich bessere Resultate liefern als einfache Generatoren. Aber eine Sache kann auch die beste Technik nicht verändern:
Gerätequalität ersetzt keine Grundchemie.
Wenn ein Metall in Wasser sehr schnell zu Ionen oder Verbindungen (z. B. Hydroxiden/Oxiden) reagiert – oder wenn bei der Elektrolyse vor allem das Wasser selbst umgesetzt wird (Gasbildung statt stabiler Metallpartikel) – dann ist das keine Frage von „Volt“, „Premium“ oder „High-End“. Dann entscheidet schlicht das Reaktionsprinzip.
Kurz gesagt: Ein guter Generator optimiert, was chemisch sinnvoll und stabil ist – er kann aber nicht aus einem Material, das in Wasser sofort umsetzt oder instabil ist, plötzlich ein dauerhaft „echtes“ Metallkolloid machen.
Cadmium: Für Colloimed ein klares Nein – aus Gesundheits- und Umweltverantwortung
Cadmium und cadmiumhaltige Verbindungen gelten als hochtoxisch. Das entscheidende Problem ist dabei nicht nur die Herstellung im Labor, sondern vor allem das, was im praktischen Betrieb und bei der Anwendung im Alltag passieren kann.
Denn sobald Cadmium in einem elektrochemischen Setup eingesetzt wird – besonders in Wasser – ist es in der Praxis kaum zu verhindern, dass nicht nur „Metall“ im Spiel bleibt, sondern sich chemische Formen bilden, die deutlich kritischer sind:
Was im Betrieb typischerweise passieren kann
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Bildung von Cadmium-Ionen (Cd²⁺):
In Wasser und unter elektrischer Belastung kann Cadmium teilweise in Lösung gehen. Ionen sind mobil, können sich im System verteilen und sind genau die Form, die toxikologisch besonders relevant ist. -
Entstehung cadmiumhaltiger Reaktionsprodukte:
Je nach pH-Wert, Sauerstoffeintrag, Spannung und Betriebsdauer können sich Oxide/Hydroxide oder andere cadmiumhaltige Verbindungen bilden, die sich als feine Partikel ablagern oder im Wasser mitgeführt werden. -
Kontamination von Geräten und Umgebung:
In Generator-Setups entstehen sehr leicht Ablagerungen, feiner Abrieb und Rückstände an Elektroden, Gefäßen, Schläuchen, Dichtungen oder Kontaktstellen. Solche Rückstände sind nicht nur „unsichtbar“, sondern werden oft unbemerkt weitergetragen (Reinigungstücher, Hände, Arbeitsflächen). -
Aerosole/feinste Tröpfchen (je nach Setup):
Bei Gasentwicklung, Spritzern oder starkem Blubbern können feine Tröpfchen entstehen. Das ist bei toxischen Metallen besonders kritisch, weil sich dadurch Risiken schnell aus der Flüssigkeit „in den Raum“ verlagern können.
Warum „nur Elektroden“ nichts entschärft
Selbst wenn Kunden sagen: „Ich möchte ja keine Flüssigkeit kaufen, nur Cadmium-Elektroden“, bleibt das Grundproblem bestehen:
Elektrodenbetrieb bedeutet immer Materialabtrag und chemische Umwandlung.
Eine Elektrode ist im Betrieb keine „neutrale Quelle“, sondern sie wird aktiv beansprucht. Dabei entstehen zwangsläufig genau die Formen, die problematisch sind: Ionen, Abrieb, Reaktionsprodukte und Rückstände.
Auch Entsorgung ist ein echter Knackpunkt
Bei cadmiumhaltigen Flüssigkeiten, Filtern, Tüchern, Elektrodenresten oder Reinigungsabfällen geht es nicht mehr um „normales“ Abwasser oder Hausmüll. Cadmium erfordert eine sichere, fachgerechte Entsorgung. Das ist im Endkundenumfeld oft schwer sauber umzusetzen – und das Risiko von Fehlentsorgung ist real.
Darum ist Cadmium bei Colloimed ausgeschlossen:
Nicht aus Prinzip, sondern weil Colloimed nur Materialien anbietet, die sich im realen Einsatz sicher, verantwortbar und umweltgerecht handhaben lassen. Sicherheit und Verantwortung gehen hier vor.
Kalium & Calcium: hochreaktiv – und in Wasser kein stabiles „metallisches Kolloid“
Kalium (K)
Kalium ist extrem reaktiv – vor allem gegenüber Wasser und schon kleinsten Mengen Luftfeuchtigkeit. Das ist nicht nur „ein bisschen empfindlich“, sondern ein grundsätzliches Materialverhalten: Sobald Kalium mit Feuchtigkeit in Kontakt kommt, entstehen sehr schnell stark alkalische Reaktionsprodukte (Kalilauge) und es wird Wasserstoff frei. Das hat mehrere Konsequenzen, die im Alltag oft unterschätzt werden:
- Verätzungsrisiko: Die entstehende Lauge kann Haut und Augen verätzen – besonders tückisch, weil es nicht immer sofort „dramatisch“ aussieht, aber schnell ernst werden kann.
- Wärmeentwicklung: Die Reaktion setzt Wärme frei – je feiner das Material verteilt ist, desto schneller und heftiger kann es ablaufen.
- Gasentwicklung (Wasserstoff): Je nach Aufbau kann sich Gas ansammeln oder als Blasenstoß freigesetzt werden. In ungünstigen Situationen ist das sicherheitlich kritisch (besonders in geschlossenen/halboffenen Gefäßen, bei Funken/Schaltern, etc.).
Und als „metallisches Kolloid“ in Wasser? Das ist chemisch der ungünstigste Fall: Nanopartikel bedeuten maximale Oberfläche – und damit maximale Reaktionsgeschwindigkeit. Selbst wenn kurzzeitig Partikel entstehen sollten, würden sie in Wasser nicht stabil „K⁰-kolloidal“ bleiben, sondern sehr schnell zu anderen Spezies übergehen (vor allem zu Lauge/ionischen Formen). Was dann entsteht, ist in der Praxis eher eine chemische Reaktion als ein kontrollierbares Kolloidprodukt.
Calcium (Ca)
Calcium ist ebenfalls reaktiv und oxidiert in Luft relativ schnell (es läuft an). In Wasser bildet sich typischerweise Calciumhydroxid, und durch CO₂ aus der Luft entsteht später oft zusätzlich Calciumcarbonat. Das sieht dann häufig so aus:
- milchige Trübung,
- Ablagerungen/Beläge im Gefäß,
- „Partikel“ im Wasser.
Diese Effekte werden im Markt nicht selten als „kolloidales Calcium“ interpretiert – chemisch sind es jedoch meist Reaktionsprodukte (Hydroxid/Carbonat) und keine stabilen, metallischen Calcium-Nanopartikel. Auch hier gilt: Je feiner verteilt und je „energetischer“ der Prozess, desto schneller läuft die Umwandlung – und desto weiter entfernt man sich von der Vorstellung eines „echten metallischen Kolloids“.
Warum Colloimed dafür auch keine Elektroden anbietet
Bei Kalium und Calcium kommt zur fehlenden Stabilität in Wasser ein sehr praktischer Punkt: Generatorbetrieb erzeugt genau die Bedingungen, die Risiken erhöhen:
- lokal stark steigende pH-Werte (Laugenbildung),
- Gasentwicklung (Blasen, Spritzer, Druckaufbau je nach Setup),
- lokale Hotspots an Elektrodenoberflächen,
- potenziell Aerosole/Feintröpfchen, die Reaktionsprodukte in die Umgebung tragen können.
Das ist nicht nur ein „Theorieproblem“: Es bedeutet in der Praxis, dass sich ein System schnell von „ich erzeuge etwas im Wasser“ zu „ich erzeuge eine stark ätzende, gasentwickelnde Reaktionsumgebung“ verschieben kann. Und genau das ist im Endkundenumfeld schwer zuverlässig und sicher zu beherrschen.
Darum gilt bei Colloimed:
Wenn Material und typische Anwendung in Richtung Verätzung, Gasentwicklung oder unkontrollierbare Umwandlung kippen können, wird es nicht angeboten – weder als Kolloid noch als Elektrode.
Gallium: wirkt harmlos – ist im wässrigen Generatorbetrieb aber nicht „einfach“
Gallium wird häufig nachgefragt, weil es schon bei niedrigen Temperaturen schmilzt. Das wirkt auf den ersten Blick „unkompliziert“ – schließlich ist es kein typisches „Gefahr-metall“ wie Cadmium und es reagiert nicht so heftig wie Kalium.
In wässrigen Systemen (und besonders im Generatorbetrieb) ist die Realität jedoch meist deutlich komplexer. Der Kernpunkt ist: Gallium verhält sich in Wasser selten so „sauber metallisch“, wie man es für ein echtes Metallkolloid bräuchte.
Was in der Praxis problematisch ist
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Oberflächenumwandlung (Oxid-/Hydroxid-Schichten):
Gallium bildet an der Oberfläche relativ leicht Oxid- und Hydroxid-Schichten. Diese Schichten verändern die Oberfläche, die elektrische Ladung, das Agglomerationsverhalten und damit die Stabilität einer Dispersion. Oft entsteht dadurch eher ein „Mischzustand“ (Metallkern + umgewandelte Oberfläche) statt eines klar definierten metallischen Kolloids. -
Generatorbetrieb erzeugt extreme Mikrobedingungen:
Auch bei guten Geräten entstehen direkt an der Elektrode bzw. in Funktionsnähe lokal sehr starke Effekte: pH-Sprünge, reaktive Spezies, Gasentwicklung und teils Temperaturspitzen. Das macht die Chemie rund um Gallium schwer vorhersehbar, weil die „lokale Realität“ im Becher nicht dem „Durchschnittswasser“ entspricht. -
Schwierige Spezifikation: Was ist eigentlich im Wasser?
Gerade bei Gallium ist eine saubere Produktdefinition im Endkundenkontext oft schwierig:
Was liegt als metallisches Gallium vor?
Was ist bereits Oxid/Hydroxid?
Was ist gelöst oder komplexiert?
Und wie stabil bleibt das über Zeit, bei Lagerung, Temperaturwechsel, Luftkontakt?
Das ist nicht nur akademisch: Wenn man nicht klar sagen kann, welche Spezies tatsächlich enthalten sind und wie sie sich verhalten, kann man weder reproduzierbare Qualität garantieren noch verantwortbare Anwendungshinweise geben.
Warum Colloimed Gallium daher nicht anbietet
Colloimed verkauft nur Produkte, die sich klar definieren, reproduzierbar herstellen und verantwortbar absichern lassen. Bei Gallium in wässrigen Generator-Setups ist genau das im typischen Anwendungskontext oft nicht seriös gewährleistbar – nicht, weil Gallium „mystisch“ wäre, sondern weil die Kombination aus Oberflächenchemie, elektrochemischen Mikrobedingungen und schwieriger Spezifizierbarkeit zu viele Unbekannte und Missverständnisse erzeugt.
Darum führt Colloimed Gallium weder als „Kolloid“ noch als Elektrode.
Warum es trotzdem Angebote am Markt gibt – und warum Begriffe so oft verwirren
Der Markt für „kolloidale“ Produkte ist groß – und Begriffe werden darin leider nicht immer einheitlich verwendet. Das führt dazu, dass Kundinnen und Kunden häufig etwas ganz Bestimmtes erwarten (z. B. „echte Kolloide“), am Ende aber etwas erhalten, das nur ähnlich aussieht oder nur ähnlich bezeichnet wird.
Häufig sieht man zum Beispiel:
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„Kolloidal“ als Synonym für „irgendwie im Wasser“
In manchen Angeboten bedeutet „kolloidal“ nicht „Metall-Nanopartikel“, sondern ganz allgemein: „Das Element ist im Wasser enthalten“ – egal ob als Ion, Salz, Oxid oder Trübung. -
Trübungen durch Hydroxide/Carbonate (Reaktionsprodukte)
Gerade bei reaktiven Metallen entstehen in Wasser schnell Hydroxide, Oxide oder Carbonate. Das kann milchig oder trüb wirken – und wird dann oft als „Kolloid“ interpretiert, obwohl es chemisch eher eine Suspension aus Reaktionsprodukten ist. -
Mikroblasen, die optisch wie Partikel aussehen
Bei elektrochemischen Verfahren entstehen häufig Mikroblasen (Gasentwicklung). Diese können eine Flüssigkeit „milchig“ erscheinen lassen oder wie eine Partikelwolke wirken – besonders direkt nach der Herstellung. Später verschwindet dieser Effekt oft wieder, weil es keine stabilen Partikel waren, sondern Gas. -
Fehlende klare Spezifikationen und Nachweise
Viele Produkte geben nur „ppm“ oder „mg/L“ an, ohne sauber zu erklären, was diese Zahl beschreibt:
Sind es metallische Partikel? Oder gelöste Ionen? Oder ein Gemisch aus beidem?
Ohne klare Analytik und Spezifikation bleibt das offen – und genau hier entstehen Missverständnisse.
Das bedeutet nicht, dass alle Anbieter „betrügen“. Häufig ist es eine Mischung aus Marketing-Sprache, vereinfachter Darstellung und fehlender Differenzierung zwischen Partikelchemie (echte Nanopartikel) und Lösungschemie (gelöste Ionen/Verbindungen).
Ein weiterer Punkt, der im Markt eine große Rolle spielt: Unwissen – ohne böse Absicht. Gerade im Hobby- und DIY-Bereich wird oft „einfach gemacht“, weil ein Generator verfügbar ist und im Internet vieles schnell plausibel klingt. Vielen ist dabei nicht bewusst,
- wie stark Wasserchemie (pH, Leitfähigkeit, gelöster Sauerstoff, CO₂) das Ergebnis verändert,
- dass Trübungen sehr häufig Reaktionsprodukte oder Mikroblasen sind,
- und dass „ppm“ ohne Analytik nichts darüber sagt, ob es sich um Metallpartikel oder Ionen handelt.
So entstehen schnell Produkte, die optisch überzeugen („sieht kolloidal aus“), aber chemisch etwas anderes sind – und deren Zusammensetzung, Stabilität und Sicherheit ohne Hintergrundwissen kaum seriös zu beurteilen ist.
Dazu kommt: Viele Anbieter verkaufen schlicht nur Elektroden. Das ist an sich nicht „falsch“, hat aber eine Konsequenz, die Kundinnen und Kunden oft nicht sehen: Mit Elektroden allein lässt sich der Kunde nicht universell aufklären. Denn das Ergebnis hängt nicht nur vom Metall ab, sondern stark von Faktoren, die im Alltag variieren:
- Wasserqualität und Wasserchemie (Leitfähigkeit, pH, Sauerstoff, CO₂, Mineralien)
- Generator-Typ und Betriebsparameter (Strom/Spannung, Regelung, Temperatur, Abschaltlogik)
- Gefäß, Kontakte, Materialverträglichkeit (Kontaminationen, Ablagerungen, Passivierung)
- Betriebsdauer, Reinigung und Lagerung (Zeit, Luftkontakt, Licht, Temperatur)
Das heißt: Selbst wenn die Elektrode „ehrlich“ ist, ist das Ergebnis am Ende oft nicht universell vorhersagbar. Und genau deshalb bleiben viele Erklärungen im Markt sehr kurz – nicht zwingend aus schlechter Absicht, sondern weil eine wirklich saubere Aufklärung schnell umfangreich wird und ohne chemischen Hintergrund leicht missverstanden werden kann.
Colloimed möchte genau das vermeiden: Dass Kundinnen und Kunden etwas erwarten, was chemisch so nicht geliefert werden kann – oder am Ende ein Produkt verwenden, dessen tatsächliche Zusammensetzung (Partikel vs. Ionen vs. Reaktionsprodukte) nicht klar und sicher einzuordnen ist.
Darum setzt Colloimed auf klare Begriffe, nachvollziehbare Prozesse und ehrliche Grenzen: Lieber Transparenz als ein Etikett, das gut klingt, aber falsche Erwartungen weckt.
FAQ - Häufige Fragen zu Elektroden
Ein Metallkolloid besteht aus winzigen festen Partikeln (Nanopartikeln) im Wasser.
Eine Ionenlösung enthält gelöste Ionen (z. B. K⁺, Ca²⁺) – das ist chemisch etwas völlig anderes, auch wenn beides manchmal „kolloidal“ genannt wird.
Trübung kann viele Ursachen haben: Hydroxide, Carbonate, Oxide, Mikroblasen. Ohne saubere Analytik ist „trüb = Metallkolloid“ leider ein häufiger Irrtum.
Wenn die Chemie in Richtung Umwandlung zu Hydroxiden/Ionen läuft, führt „länger laufen“ oft nur zu mehr Reaktionsprodukten, mehr Trübung – aber nicht zu „mehr stabilem Metallkolloid“.
Solche Verfahren können Effekte verändern (Temperatur, Gasbildung, Abtrag), aber sie ändern nicht die Grundtatsache, dass bestimmte Metalle in Wasser extrem schnell umwandeln. Häufig steigt dabei eher das Risiko.
Doch, Elektrodenbetrieb bedeutet immer Materialabtrag. Der Unterschied ist: Bei geeigneten Metallen kann dieser Prozess kontrollierbar, spezifizierbar und sicherer gestaltet werden. Bei Cadmium/Kalium/Calcium (und in vielen Setups auch Gallium) kippt das zu schnell in Risiken oder undefinierte Chemie.
Sehr häufig ist das entweder:
- eine ionische Lösung (Mineral-/Elektrolytcharakter), oder
- eine Trübung aus Hydroxid/Carbonat, oder
-
ein Effekt aus Mikroblasen.
Das kann optisch „kolloidal“ wirken, ist aber nicht das, was unter einem echten „Kolloid“ verstanden wird.
Calcium als Ion (Ca²⁺) ist normal (hartes Wasser). Das ist nicht das gleiche wie elementares Calcium oder Calcium-Elektrodenbetrieb, bei dem stark alkalische Bedingungen, Trübungen und Reaktionsprodukte entstehen können.
Colloimed bewertet nicht pauschal „gefährlich“ oder „ungefährlich“, sondern: Ist es im typischen Kunden-Einsatz sicher, sinnvoll und sauber definierbar?
Bei Cadmium/Kalium/Calcium ist die Antwort klar „NEIN“.
Bei Gallium ist es in wässrigen Generator-Anwendungen oft ebenfalls nicht seriös genug absicherbar.
Achten Sie auf:
- klare Spezifikation (nicht nur „ppm“, sondern auch: was genau? Partikel vs. Ionen)
- nachvollziehbare Analytik und Methoden
- saubere Sicherheits- und Entsorgungshinweise
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realistische Aussagen ohne Heilsversprechen
Colloimed hilft gern – aber nicht um jeden Preis. Wenn ein Material aus Sicherheits-/Verantwortungsgründen ausgeschlossen ist, bleibt es ausgeschlossen.
Klartext zu Cadmium, Kalium, Calcium & Gallium