Gold-Kurs: Kolloidales Gold richtig herstellen
Abgeschlossen
Die richtige Wasserqualität für kolloidales Gold
Wasserqualität als Grundlage
Die allgemeinen Anforderungen an geeignetes Wasser gelten auch für die Herstellung kolloidaler Gold-Dispersionen. Dazu gehören eine möglichst reine Ausgangsbasis, ein kontrollierter Leitwert sowie saubere Gefäße und Hilfsmittel.

Was diese Lektion vermittelt
Diese Lektion erklärt:
- welche allgemeinen Anforderungen an Wasser für kolloidale Dispersionen gelten
- welche Wasserqualität sich für die Herstellung kolloidalen Goldes eignet
- welche Bedeutung Leitwert und Wasserreinheit beim Start des Prozesses haben
- warum sehr reines Wasser den Stromfluss zunächst verlangsamen kann
- weshalb Leitungswasser, Mineralwasser und ungeprüfte Zusätze ungeeignet sind
- warum die Einordnung des Leitwerts auch vom verwendeten Kolloidgenerator abhängt
Grundlagen zur Wasserqualität
Reinstwasser, Leitwert und geeignete Wasserarten verständlich erklärt
Die ausführliche Lektion „Welches Wasser eignet sich für kolloidale Dispersionen?“ erklärt, worin sich Reinstwasser, Aqua bidest, destilliertes Wasser und Osmosewasser unterscheiden, was der Leitwert aussagt und weshalb Leitungswasser oder Mineralwasser nicht geeignet sind.
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Für Gold gelten darüber hinaus einige besondere Startbedingungen. Ein sehr niedriger Leitwert kann insbesondere bei bestimmten Niedervoltverfahren dazu führen, dass der Stromfluss nur langsam einsetzt. Die folgenden Abschnitte behandeln deshalb gezielt die für kolloidales Gold relevanten Besonderheiten.
Was bei Gold zusätzlich zu beachten ist
Warum Gold besonders sensibel auf Wasserqualität und Leitfähigkeit reagiert
Gold reagiert bei der elektrolytischen Herstellung häufig zurückhaltender als andere Metalle. Deshalb können Wasserqualität, Leitwert und Geräteeinstellung den Prozessstart stärker beeinflussen als beispielsweise bei Silber.
Eine geeignete, möglichst fremdstoffarme Wasserqualität ist eine wichtige Voraussetzung für einen kontrollierten Herstellungsprozess, weil gelöste Fremdstoffe, Mineralien oder Salze die Herstellung verändern und unerwünschte Reaktionen begünstigen können. Gleichzeitig besitzt sehr reines Wasser nur eine geringe elektrische Leitfähigkeit. Dadurch kann es bei Gold zunächst etwas länger dauern, bis ein stabiler Stromfluss entsteht.
Ein langsamer Beginn ist deshalb nicht automatisch ein Hinweis auf ungeeignetes Wasser oder eine fehlerhafte Geräteeinstellung. Entscheidend sind eine geeignete Wasserqualität und eine kontrollierte Beobachtung des Prozessverlaufs.
Leitwert und langsamer Prozessstart
Warum sehr reines Wasser den Stromfluss zunächst verzögern kann
Der Leitwert beschreibt, wie gut elektrischer Strom durch das Wasser fließen kann. Je weniger gelöste Stoffe im Wasser vorhanden sind, desto niedriger ist in der Regel der Leitwert.
Bei sehr reinem Wasser kann der anfängliche Stromfluss deshalb gering sein. Während des Herstellungsprozesses können zunehmend elektrisch leitfähige Bestandteile in das Wasser gelangen. Dadurch kann die Leitfähigkeit allmählich ansteigen.
Typisch ist daher folgender Verlauf:
- zu Beginn nur geringer oder kaum messbarer Stromfluss
- langsamer Anstieg der Leitfähigkeit
- zunehmend stabilerer Herstellungsprozess
- längere Gesamtdauer im Vergleich zu leichter reagierenden Metallen
Dieser Verlauf kann bei Gold normal sein. Eine künstliche Erhöhung des Leitwerts durch Salz, Mineralwasser oder andere Zusätze ist nicht zu empfehlen, da dadurch die Reinheit und Zusammensetzung der Dispersion verändert werden können.
ℹ️Gut zu wissen
Ein sehr niedriger Leitwert ist zunächst ein Zeichen für eine geringe Menge gelöster Fremdstoffe. Bei der Herstellung kolloidalen Goldes kann besonders reines Wasser jedoch dazu führen, dass der Stromfluss nur langsam einsetzt.
Das bedeutet nicht automatisch, dass das Wasser ungeeignet oder das Gerät fehlerhaft ist. Entscheidend sind das verwendete Verfahren, das Gerät und die empfohlenen Startbedingungen.
Welche Leitwerte eignen sich?
Warum ein höherer Leitwert nicht automatisch besser ist
Der Leitwert beschreibt die elektrische Leitfähigkeit des Wassers und wird üblicherweise in Mikrosiemens pro Zentimeter (µS/cm) angegeben. Ein sehr niedriger Ausgangsleitwert weist auf eine geringe Menge gelöster Fremdstoffe hin, kann bei Gold jedoch den Prozessstart verlangsamen.
Bei den von Colloimed verwendeten Herstellungsverfahren hat sich ein Ausgangsleitwert von etwa 5 bis 12 µS/cm als praktikabler Orientierungsbereich erwiesen. Dieser Bereich ist keine allgemeingültige Vorgabe und kann je nach Gerät, Wasserqualität und Herstellungsverfahren abweichen.
Als Orientierung gilt:
- sehr niedrig leitendes Wasser kann einen langsamen Start verursachen
- ein kontrollierter niedriger Leitwert kann den Prozessstart erleichtern
- stark leitendes Wasser ist nicht automatisch besser geeignet
- der Leitwert allein ist kein vollständiger Qualitätsnachweis
Entscheidend bleibt die Kombination aus geeigneter Wasserqualität, Gerät, Elektrodenzustand und gewähltem Herstellungsverfahren.
Geräteabhängige Unterschiede
Die konkrete Umsetzung hängt vom verwendeten Kolloidgenerator ab
Wie sich ein niedriger Leitwert beim Start auswirkt, hängt auch vom verwendeten Kolloidgenerator ab. Geräte können Wasser unterschiedlich erkennen, den Stromfluss verschieden regeln und eigene Hinweise oder Fehlermeldungen anzeigen.
Die konkreten Einstellungen und Besonderheiten werden deshalb in den jeweiligen Gerätekapiteln erklärt.
- Kolloidales Gold mit dem CM2000 herstellen
- Kolloidales Gold mit dem Xpert herstellen
- Hinweise zu weiteren Kolloidgeneratoren
Häufige Fragen zur Wasserqualität bei kolloidalem Gold
Die wichtigsten Fragen zu Wasserqualität, Leitwert und Prozessbeginn
Sehr reines Wasser enthält nur wenige gelöste Stoffe und besitzt deshalb eine geringe elektrische Leitfähigkeit. Bei Gold kann es dadurch zunächst etwas dauern, bis ein stabiler Stromfluss entsteht.
Nein. Ein höherer Leitwert bedeutet nicht automatisch eine bessere Wasserqualität. Er kann auch durch unerwünschte Mineralien, Salze oder andere gelöste Stoffe entstehen. Entscheidend ist eine geeignete und kontrollierte Ausgangsbasis.
Nein. Solche Zusätze verändern die Zusammensetzung des Wassers und können unerwünschte Reaktionen begünstigen. Die Wasserqualität sollte nicht durch ungeprüfte Zusätze verändert werden.
Nein. Geräte können Wasser unterschiedlich erkennen und den Stromfluss verschieden regeln. Die konkreten Einstellungen und Besonderheiten werden deshalb in den jeweiligen Gerätekapiteln erläutert.
Bei den von Colloimed verwendeten Herstellungsverfahren hat sich ein Ausgangsleitwert von etwa 5 bis 12 µS/cm als praktikabler Orientierungsbereich erwiesen. Der passende Wert kann jedoch je nach Gerät, Wasserqualität und Herstellungsverfahren abweichen. Maßgeblich bleiben deshalb die Vorgaben des verwendeten Kolloidgenerators.
Zusammenfassung
Für die Herstellung kolloidalen Goldes ist eine geeignete und kontrollierte Wasserqualität besonders wichtig. Reines Wasser enthält nur wenige gelöste Fremdstoffe, besitzt dadurch jedoch häufig auch eine sehr geringe elektrische Leitfähigkeit.
Ein niedriger Ausgangsleitwert kann dazu führen, dass der Stromfluss zunächst nur langsam einsetzt. Dieser verzögerte Prozessstart ist bei Gold nicht automatisch ein Hinweis auf ungeeignetes Wasser oder einen Gerätefehler.
Salz, Mineralwasser oder andere ungeprüfte Zusätze sollten nicht verwendet werden, um den Leitwert künstlich zu erhöhen. Entscheidend ist keine möglichst hohe Leitfähigkeit, sondern eine saubere, geeignete und reproduzierbare Ausgangsbasis.
Merksatz:
Reines Wasser bildet die Grundlage – ein langsamer Start kann bei kolloidalem Gold dennoch völlig normal sein.

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