Niedervolt- vs. Hochvoltverfahren: Kolloidale Lösungen richtig verstehen
Bei der Herstellung von kolloidalen Lösungen wie kolloidalem Silber oder Gold gibt es oft Missverständnisse. Viele behaupten, dass im Niedervoltverfahren keine echten Kolloide entstehen, sondern lediglich ionisierte Lösungen. Gleichzeitig wird das Hochvolt- Plasma Verfahren, insbesondere das sogenannte Bredig-Verfahren, als einzige Möglichkeit dargestellt, um „echte“ Kolloide zu produzieren. Doch stimmt das wirklich?
In diesem Artikel beleuchten wir die Unterschiede zwischen Niedervolt- und Hochvoltverfahren, erklären, wie moderne Kolloidgeneratoren mit 50-60 Volt zuverlässige kolloidale Lösungen erzeugen, und klären, warum diese Behauptungen oft falsch sind.
1. Was sind Kolloide überhaupt?
Ein Kolloid ist eine Lösung, in der winzigste Partikel (Kolloide) eines Stoffes – beispielsweise Silber, Gold, Platin und weitere – in einer Flüssigkeit (z. B. destilliertem Wasser) fein verteilt sind, ohne sich abzusetzen. Diese Partikel sind größer als einzelne Ionen, jedoch so klein, dass sie stabil in der Lösung schweben (Brownsche Molekularbewegung).
Die Größenunterschiede:
- Ionen: ca. 0,1 - 0,5 Nanometer (nm)
- Kolloidale Partikel: ca. 1 - 100 Nanometer (nm)
Ein gutes kolloidales Silber zum Beispiel, hat idealerweise Partikelgrößen von 5-20 nm. Bei kolloidalem Gold liegt die ideale Partikelgröße bei 5-30 nm.
2. Das Hochvoltverfahren (Bredig-Verfahren)
Das Hochvoltverfahren, auch Bredig-Verfahren genannt, arbeitet mit sehr hohen Spannungen von mehreren Tausend Volt. Diese hohe Energie „sprengt“ Material von den Elektroden, wodurch winzigste Kolloide entstehen.
Vorteile des Hochvoltverfahrens:
- Besonders kleine Kolloide (< 5 nm) entstehen.
- Hohe Stabilität: Die Lösungen bleiben oft bis zu 2 Jahre stabil.
- Besonders geeignet für kolloidales Gold, Platin usw. das eine hohe Reinheit und Stabilität erfordert.
Nachteile des Hochvoltverfahrens:
- Hoher technischer Aufwand und komplexe Bedienung.
- Keine fertigen Endverbraucher-Geräte verfügbar.
- Praktisch nur für Laborumgebungen geeignet.
Zusammenfassung:
Das Hochvoltverfahren produziert sehr kleine und stabile Kolloide, ist aber für den Endverbraucher aufgrund seiner Komplexität nicht praktikabel.
Entstehen im Bredig-Verfahren nur Kolloide?
Nein, im Bredig-Verfahren entstehen nicht nur Kolloide.
Obwohl die Bildung von Kolloiden durch die richtigen Einstellungen gefördert werden kann, wird immer auch eine gewisse Menge an Ionen in die Lösung übergehen.
Die richtige Balance zwischen beiden ist entscheidend für die Qualität der Lösung. Während Kolloide in der Regel bevorzugt werden, sind Ionen ein unvermeidliches Nebenprodukt dieses Prozesses.
Witzige Zusammenfassung:
Das Bredig-Verfahren: Ein chaotischer Kochwettbewerb
Das Bredig-Verfahren lässt sich gut mit einem chaotischen Kochwettbewerb vergleichen, bei dem der Versuch unternommen wird, einen perfekten Kolloiden-Pizza-Kuchen zu backen.
Egal wie geschickt der „Koch“ den Teig ausrollt, ein paar Krümel und Brösel (Ionen) kommen immer mit dazu – einfach weil mit einem großen Nudelholz (hohe Spannung) gearbeitet wird.
Der Trick dabei ist, mit dem richtigen Werkzeug und Timing die Kolloide besser in den Teig einzuarbeiten. Dennoch werden die Krümel (Ionen) nie ganz verschwinden, da sie ein unvermeidlicher Bestandteil des Prozesses sind.
3. Das Niedervoltverfahren: Echte Kolloide oder nur Ionen?
Das Niedervoltverfahren arbeitet mit 10 bis 60 Volt Spannung. Hierbei wird Strom durch Elektroden aus Silber, Gold geleitet, die in destilliertem Wasser stehen.
Häufiges Missverständnis:
Manche behaupten, dass das Niedervoltverfahren nur Ionen und keine echten Kolloide erzeugt. Das ist falsch!
- Bei einer kontrollierten Spannung (z. B. 30-60 Volt) und einer geregelten Stromstärke entstehen ebenfalls kolloidale Partikel.
- Moderne Geräte wie der Colloimed CM 2000 oder der Xpert erzeugen Kolloide mit Partikelgrößen von 5-20 nm bei Silber und 5-30 nm bei Gold.
Beweis durch Testverfahren:
Moderne Analysen, wie die Dynamische Lichtstreuung (DLS), messen präzise die Partikelgrößen und die Verteilung. Diese Tests bestätigen eindeutig, dass auch im Niedervoltverfahren echte Kolloide entstehen.
4. Was macht einen guten Kolloidgenerator aus?
Die Qualität eines Kolloidgenerators spielt eine entscheidende Rolle bei der Herstellung stabiler, feiner Kolloide. Hochwertige Geräte zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:
- Regelbare Spannung: Optimal sind Geräte, die mit 30-60 Volt arbeiten.
- Stromregelung: Eine Stromstärke im regelbare mA-Bereich verhindert zu großen Partikelabtrag.
- Automatische Elektrodenumschaltung: Dies sorgt für ein gleichmäßiges Abtragen der Elektroden und eine homogene Partikelverteilung.
- Gleichstrom statt Wechselstrom: Bessere Kolloidgeneratoren arbeiten in der Regel mit Gleichstrom (DC) und nicht mit Wechselstrom (AC).
- Hochreines Wasser: Je reiner das Wasser, desto feiner und stabiler die Kolloide.
- Stabiler Prozess: Billige Geräte schwanken oft bei Spannung und Strom, was zu minderwertigen Ergebnissen führt.
5. Billige Geräte: Wo liegt das Problem?
Billige Generatoren ohne Spannungskontrolle und Stromregulierung führen häufig zu:
- Zu großen Partikeln (> 100 nm) – das sind keine idealen Kolloide.
- Ungleichmäßiger Partikelverteilung – die Lösung wird inhomogen.
- Verunreinigungen durch zu schnellen Elektrodenabrieb.
- Instabilen Lösungen, die sich schnell absetzen.
Ein hochwertiger Kolloidgenerator wie der Colloimed CM 2000 oder der Xpert sorgen für kleine, gleichmäßige Kolloide und verhindert diese Probleme zuverlässig.
6. Niedervolt- vs. Hochvoltverfahren: Der direkte Vergleich
| Kriterium | Niedervoltverfahren | Hochvoltverfahren (Bredig) |
|---|---|---|
| Spannung | 10 - 60 Volt | 1.000 - 10.000 Volt |
| Partikelgröße (Kolloide) | 5 - 20 nm (Silber), 5 - 30 nm (Gold) | < 5 nm |
| Stabilität | Sehr gut bei reinem Wasser | Exzellent (bis zu 2 Jahre) |
| Technischer Aufwand | Einfach, für Endanwender geeignet | Hoch, nur professionell nutzbar |
| Handhabung | Kinderleicht mit guten Geräten | Anspruchsvoll im Labor |
7. Fazit: Hochwertige Kolloide mit dem Niedervoltverfahren
Auch mit dem Niedervoltverfahren lassen sich hochwertige kolloidale Lösungen herstellen, sofern hochwertige Geräte verwendet werden. Der Schlüssel liegt in der kontrollierten Spannung, der präzisen Stromregelung und der Verwendung von reinem Wasser.
- Geräte wie der Colloimed CM 2000 oder der Xpert produzieren zuverlässig feine Kolloide (5-20 nm) und verhindern eine zu starke Ionisierung.
- Das Hochvoltverfahren bietet Vorteile, ist aber für Endverbraucher kaum umsetzbar.
Wer sich unsicher ist:
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Warum kleine Kolloide besser sind
- Bioverfügbarkeit: Feine Partikel werden besser vom Körper aufgenommen.
- Stabilität: Kolloidale Partikel sind resistenter gegen äußere Einflüsse.
- Effizienz: Kleine Kolloide bieten eine größere Oberfläche für optimale Wirkung.
Zusammenfassung:
Mit einem guten Kolloidgenerator entstehen kleine, stabile Kolloide, die sich deutlich von minderwertigen Lösungen unterscheiden. Wer auf Qualität setzt, kann mit dem Niedervoltverfahren hervorragende Ergebnisse erzielen!
Niedervolt vs. Hochvolt: Wie entstehen echte kolloidale Lösungen?