Monoatomisch? Autonom? – Wir prüfen, was wirklich drin ist!

Warum Laborwerte den Unterschied machen – und wieso Hochvolt-Gold als kolloidales Gold messbar ist (ppm & Partikelgröße).
20. Februar 2026 durch
Alneo GmbH, Team Colloimed
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 Monoatomische & Autonome Elemente:


Was steckt dahinter – und was ist (messbar) kolloidales Gold aus dem Hochvoltverfahren?

In den letzten Jahren tauchen Begriffe wie „monoatomisches Gold“, „ORMUS“ oder „autonome Elemente“ immer häufiger auf. Viele Menschen berichten subjektiv von Effekten – gleichzeitig ist oft unklar, was chemisch tatsächlich im Produkt enthalten ist und woran man Qualität erkennt.

Dieser Artikel erklärt verständlich:

  • was mit monoatomischen und autonomen Elementen meist gemeint ist,
  • warum diese Begriffe wissenschaftlich problematisch sind,
  • und warum kolloidales Gold aus dem Hochvoltverfahren eine Sonderrolle hat, weil es analytisch nachweisbar ist (Konzentration, Partikelgröße, etc.).

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine Einordnung aus naturwissenschaftlicher Sicht und ersetzt keine medizinische Beratung. Wir machen keine Aussagen zur Behandlung oder Heilung von Krankheiten.

 
„Monoatomische Elemente“: Begriff vs. Realität.

Was suggeriert der Begriff? „Monoatomisch“ klingt so, als bestünde ein Produkt aus einzelnen, frei vorliegenden Atomen (z.B. „einzelne Goldatome in Wasser“). In der Chemie bedeutet monoatomar tatsächlich „aus einzelnen Atomen bestehend“ – aber das ist nicht automatisch ein stabiler Zustand in einer Flasche.


Warum das in Produkten meist nicht sauber definiert ist

In der Praxis ist „monoatomisch“ im Wellness-/Esoterikbereich kein standardisierter, geschützter oder labortechnisch klar definierter Begriff. Das heißt:

  • Zwei Anbieter können „monoatomisch“ draufschreiben und komplett unterschiedliche Inhalte verkaufen.
  • Häufig fehlen harte Daten: ppm, Analytik, Partikelgrößen, Spezifikation.


Was in solchen Produkten real enthalten sein kann

Je nach Hersteller/Herstellung können sich dahinter verbergen:

  1. Mineral-/Salz-/Hydroxid-Mischungen (manchmal aus Fällungsprozessen)
  2. Spuren von Metallen/Ionen (in sehr geringer Menge, teils unterhalb sinnvoller Nachweis- oder Wirkschwellen)
  3. Kolloidale Partikel (dann wäre es am Ende doch wieder ein Kolloid – nur anders benannt)

Wichtig: Ohne unabhängige Analytik kann man nicht seriös sagen, ob etwas „monoatomisch“ ist – oder einfach eine Mischung aus Mineralien/Salzen.

 „Autonome Elemente“:​


Marketingbegriff ohne Chemie-Definition

„Autonome Elemente“ ist kein etablierter Begriff der Chemie. Häufig findet man Beschreibungen wie:

  • „wirkt unabhängig vom Medium“
  • „bipolar / dynamisch“
  • „ändert Ladung“
  • „energetisch“ oder „resonant“

Das Problem: Diese Aussagen sind nicht automatisch messbare Stoffeigenschaften.

Was könnte damit – im besten Fall – gemeint sein?

Wenn man das naturwissenschaftlich übersetzt, dann könnten Anbieter eigentlich über Folgendes sprechen, ohne es sauber zu benennen:

  • Nanopartikel in einer Suspension (mit Oberflächenladung)
  • Ionen / Komplexe / Mineralstoffe in Lösung
  • Veränderungen von pH, Leitfähigkeit, Zeta-Potential (alles messbar – aber selten angegeben)


Wie du „autonom“ seriös prüfst

Wenn ein Produkt wirklich substanziell ist, kann man mindestens einige dieser Werte liefern:

  • Elementgehalt: z.B. in ppm, gemessen per ICP-MS oder ICP-OES
  • Partikelgrößenverteilung: (DLS) – falls Partikel enthalten sind
  • Zeta-Potential: (Stabilität/Ladungsverhalten von Partikeln)
  • pH / Leitfähigkeit: (Basisdaten)

Wenn solche Daten fehlen und nur „energetische“ Aussagen stehen, bleibt es nicht überprüfbar.

 Warum diese Begriffe trotzdem verbreit sind


Ganz nüchtern: Weil sie Erwartung und Interpretationsraum schaffen.

  • Sie wirken „höherwertig“ oder „mystisch“
  • sie sind nicht standardisiert, dadurch schwer vergleichbar
  • sie passen in Narrative (Alchemie, „White Powder Gold“, ORMUS usw.)

Das heißt nicht, dass Kunden „nichts spüren“ können – aber ohne klare Spezifikation ist es schwer, Effekte eindeutig einem Stoff zuzuschreiben.

 Kolloidales Gold aus dem Hochvoltverfahren


Der entscheidende Unterschied. Kolloidales Gold – insbesondere wenn es hochwertig im Hochvolt-Plasma Verfahren hergestellt und stabil ist – ist etwas anderes, weil es physikalisch und analytisch greifbar ist:


Was ist kolloidales Gold?

Kolloidales Gold ist eine fein verteilte Suspension von Gold-Nanopartikeln in einem Medium – meist in hochreinem Wasser. Der entscheidende Punkt: Hier handelt es sich nicht um „mystische Zustände“ oder um Gold in symbolischer Form, sondern um physikalisch vorhandene, messbare Goldpartikel im Nanometerbereich. Genau deshalb ist kolloidales Gold grundsätzlich analytisch überprüfbar – sowohl in Bezug auf den Goldgehalt als auch auf die Partikelmerkmale.


Kolloid, Salzlösung oder Ionen – was ist der Unterschied?

Oft werden verschiedene Dinge durcheinandergeworfen:

  • Goldsalze / Goldionen: Hier liegt Gold als gelöste Ionenverbindung vor (chemisch gelöst).
  • Kolloidales Gold: Hier liegt Gold als Partikel vor – winzige feste Teilchen, die so klein sind, dass sie in der Flüssigkeit „schweben“.
  • „Monoatomisch“: ist in vielen Angeboten kein klar definierter, standardisierter Begriff. Ohne Laboranalysen ist oft nicht nachvollziehbar, ob überhaupt Gold in relevanter Form vorhanden ist.

Kolloidales Gold ist also im Kern ein Partikelsystem – und genau das kann man messen und vergleichen.

Warum bleibt kolloidales Gold „in der Schwebe“?

Dass ein Kolloid stabil bleibt, ist kein Zufall. Es hängt vor allem an zwei Faktoren:

  • Partikelgröße und Brown’sche Bewegung
    Sehr kleine Partikel werden durch die Brown’sche Molekularbewegung ständig mikroskopisch „durchgerüttelt“. Dadurch sinken sie deutlich langsamer ab als größere Partikel. Brown’sche Bewegung ist aber nicht die „Abstoßung“, sondern eher der Effekt, der die Partikel in dauernder Bewegung hält und Sedimentation reduziert.
  • Stabilisierung gegen Zusammenklumpen (Agglomeration)
    Damit Nanopartikel nicht zu größeren „Klumpen“ zusammenwachsen, braucht es Stabilität an der Oberfläche. Häufig geschieht das über eine elektrische Oberflächenladung, die man als Zeta-Potential messen kann. Vereinfacht: Wenn die Partikeloberflächen eine ausreichende Ladung tragen, „mögen“ sie es weniger, zusammenzugehen – und bleiben besser verteilt. Je nach Herstellverfahren kann es auch andere Stabilisierung geben (z.B. durch sehr feine Oberflächenchemie), aber die Grundidee ist: Stabilität ist messbar und ein Qualitätsmerkmal.

Welche Partikelgröße ist „gut“?

Bei hochwertig hergestelltem kolloidalem Gold sieht man häufig Partikelgrößen im Bereich von etwa 10 bis 50 Nanometern (je nach Verfahren und Spezifikation). Wichtig ist dabei nicht nur ein einzelner Durchschnittswert, sondern auch:

  • Wie breit ist die Verteilung? (gibt es viele große Ausreißer?)
  • Bleibt es über Wochen/Monate stabil? (ohne deutliche Sedimentation oder Flockenbildung)
  • Ist das System sauber und reproduzierbar?

Ein Kolloid kann z.B. 20 nm „im Mittel“ haben, aber wenn gleichzeitig viele Partikel bei 200 nm herumschwimmen, ist das ein anderes Qualitätsbild als eine enge, saubere Verteilung.

Wie kann man kolloidales Gold objektiv nachweisen?

Hier liegt der große Unterschied zu vielen schwer greifbaren Marketingbegriffen: Kolloidales Gold kann man mit Standardmethoden messen. Typische Nachweise sind:

  • Goldgehalt (ppm / mg/L): z.B. über ICP-OES oder ICP-MS (Elementanalytik)
  • Partikelgrößenverteilung: häufig über DLS (Dynamische Lichtstreuung)
  • Bildgebende Verfahren: je nach Aufwand über TEM/SEM (Elektronenmikroskopie)
  • Stabilitätsparameter: z.B. Zeta-Potential, pH, Leitfähigkeit
  • Optional (je nach Produkt): UV-Vis-Spektrum (bei Goldnanopartikeln oft mit typischer optischer Signatur) – nicht als alleiniger Beweis, aber als zusätzlicher Hinweis

Das macht kolloidales Gold besonders transparent: Man kann nicht nur „erzählen“, was es sein soll – man kann zeigen, was es ist.

Was ist das Hochvoltverfahren?

Beim Hochvoltverfahren werden üblicherweise Gold-Elektroden in Wasser eingesetzt und mittels elektrischer Entladung sehr feine Partikel aus dem Material gelöst/abgetragen. 
Ergebnis: Gold ist tatsächlich im Medium enthalten – als Partikel.

Was ist daran nachweisbar?

Hier kommt der Qualitätsvorteil: Man kann (bei seriöser Herstellung) Dinge messen und dokumentieren, z.B.:

  • Goldkonzentration (ppm): z.B. per ICP-MS / ICP-OES
  • Partikelgröße / Verteilung: z.B. per DLS
  • Zusätzliche Bildgebung: TEM/SEM (wenn vorhanden)
  • Stabilität: Zeta-Potential, Sedimentation über Zeit
  • Reinheit: Fremdmetalle, Leitwert, pH, ggf. Stabilisatoren

Das macht kolloidales Gold vergleichbar und qualitätsprüfbar – im Gegensatz zu Begriffen wie „monoatomisch“ oder „autonom“, die oft ohne Spezifikation bleiben.

 Ein einfacher Kunden-Leitfaden:​


Worauf sollte man achten?

Wenn Kunden fragen „Was ist besser?“ oder „Was ist da drin?“, hilft eine klare Checkliste:

Bei „monoatomisch“ / „autonom“ nachfragen:

  • Gibt es ein unabhängiges Laborzertifikat (CoA)?
  • Wie viel Gold ist enthalten (ppm / mg/L)? Das sollte bei seriösen Herstellern transparent angegeben sein (z. B. auf dem Etikett oder im Prüfbericht).
  • Handelt es sich um Ionen, Salze oder Partikel – und woran wird das festgemacht - welche Messmethode z. B. ICP-MS/ICP-OES für Gehalt, DLS/TEM für Partikel?
  • Gibt es echte Laborwerte – oder hauptsächlich Versprechen/Storytelling bzw. esoterische Aussagen ohne überprüfbare Nachweise?

 Fazit​

 
„Monoatomische“ und „autonome“ Elemente
sind in der Regel nicht eindeutig definierte Produktbegriffe. Ohne Analytik bleibt komplett unklar, was man tatsächlich erhält.

  • Kolloidales Gold aus dem Hochvoltverfahren ist dagegen ein Produktbereich, der sich mit Labormethoden objektiv prüfen lässt: Goldgehalt, Partikelgröße, Stabilität und Reinheit.

Genau deshalb ist kolloidales Gold (richtig hergestellt und sauber dokumentiert) für viele Kunden nachvollziehbarer: Es ist nicht nur ein Versprechen, sondern messbare Substanz.

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