Herstellung von kolloidalem Gold im Niedervoltverfahren
Kolloidales Gold herzustellen gehört zu den anspruchsvollsten Bereichen der kolloidalen Eigenherstellung. Im Vergleich zu kolloidalem Silber benötigt Gold deutlich längere Herstellungszeiten und stellt höhere Anforderungen an Wasserqualität, Leitwert, Temperatur und den verwendeten Kolloidgenerator.
In diesem Beitrag erfahren Sie, warum die Herstellung von kolloidalem Gold deutlich mehr Zeit benötigt als beispielsweise die Herstellung von kolloidalem Silber, welche Faktoren die Herstellungsdauer beeinflussen und weshalb das schonende Niedervoltverfahren besonders hochwertige Ergebnisse ermöglichen kann. Außerdem erklären wir verständlich, weshalb Gold einen etwas höheren Leitwert benötigt und welche Einstellungen sich in der Praxis bewährt haben.
Die Herstellung von kolloidalem Gold im Niedervoltverfahren wie mit dem Colloimed CM2000 oder Xpert kann länger dauern, da dieses Verfahren im Allgemeinen eine niedrigere Stromstärke verwendet. Hier sind einige Gründe, warum dies zu einer längeren Herstellungszeit führen kann:
- Geschwindigkeit der Partikelbildung: Bei niedrigeren Stromstärken fließt weniger Strom durch die Elektrolytlösung, was die Geschwindigkeit der Partikelbildung verringern kann. Dies bedeutet, dass es länger dauern kann, bis sich ausreichend Goldpartikel in der Lösung gebildet haben, um die gewünschte Konzentration zu erreichen.
- Partikelgröße und -qualität: Niedrigere Stromstärken können zu feineren und gleichmäßiger verteilten Goldpartikeln führen, was zwar eine höhere Qualität des kolloidalen Goldes bedeutet, aber auch eine längere Zeit in Anspruch nehmen kann, um diese Partikel zu erzeugen.
- Effizienz des Prozesses: Das Niedervoltverfahren erfordert in der Regel längere Elektrolysezeiten, um eine ausreichende Menge an kolloidalem Gold zu erzeugen. Obwohl diese Methode eine präzisere Steuerung der Partikelgröße ermöglicht, kann sie insgesamt länger dauern als Verfahren mit höheren Stromstärken wie das Hochvoltverfahren.
Das Hochvoltverfahren arbeitet mit sehr hohen Spannungen von bis zu etwa 10.000 Volt und sollte ausschließlich von entsprechend qualifiziertem Fachpersonal angewendet werden. - Stabilität der Lösung: Eine längere Elektrolysezeit kann auch zu einer stabileren und haltbareren kolloidalen Goldlösung führen, da die Partikel gründlicher und gleichmäßiger gebildet werden. Dies kann dazu beitragen, dass das Produkt länger haltbar ist und weniger anfällig für Agglomeration oder Ausflockung wird.
- Hohe Bindungsstruktur von Gold: Im Gegensatz zu Silber hat Gold eine sehr hohe Bindungsstruktur, was bedeutet, dass sich die Goldpartikel schwerer aus der Atomstruktur lösen. Dies kann die Elektrolysezeit verlängern, da die Goldatome länger benötigen, um in die Lösung zu gelangen und Partikel zu bilden.
💡 Wissenswert
Warum benötigt Gold einen höheren Leitwert?
Gold benötigt im Vergleich zu Silber einen etwas höheren Leitwert des Wassers. Nur wenn ausreichend Strom durch das Wasser fließen kann, lösen sich Goldatome kontinuierlich aus den Elektroden. Ein zu niedriger Leitwert kann die Herstellungszeit deutlich verlängern, während ein passend eingestellter Leitwert den Prozess unterstützt, ohne die Reinheit der Lösung zu beeinträchtigen.
Typische Herstellungsdauer von kolloidalem Gold

Typischer Verlauf der Herstellung von kolloidalem Gold im Niedervoltverfahren. Je nach Leitwert, Wasserqualität und Temperatur entwickelt sich innerhalb von etwa 3 bis 5 Tagen die charakteristische, sehr leichte Rosafärbung der Goldlösung. Diese ist häufig nur vor einem weißen Hintergrund oder bei geeigneten Lichtverhältnissen gut erkennbar.
Bei einer Zielkonzentration von etwa 10 ppm beträgt die Herstellungsdauer von kolloidalem Gold im Niedervoltverfahren in der Regel 3 bis 5 Tage. Die tatsächliche Dauer wird unter anderem von der Wasserqualität, dem Leitwert, der Temperatur sowie dem Zustand der Goldelektroden beeinflusst.
Aus unserer täglichen Praxis bei Colloimed wissen wir, dass sich ungewöhnlich lange Herstellungszeiten häufig auf einen zu niedrigen Leitwert zurückführen lassen. In manchen Fällen setzt die Goldproduktion erst mit deutlicher Verzögerung ein oder bleibt vollständig aus. Ein Leitwert von etwa 5 bis 12 µS/cm hat sich in der Praxis als guter Bereich für eine stabile Herstellung bewährt.
Hochwertige Kolloidgeneratoren wie der Colloimed CM2000 oder der Colloimed Xpert ermöglichen eine präzise Steuerung der Elektrolyse. Dadurch lassen sich Stromstärke und Herstellungsbedingungen optimal auf Wasserqualität, Leitwert und Goldelektroden abstimmen und eine gleichmäßige Partikelbildung unterstützen.
Warum hochwertige Kolloidgeneratoren die Goldherstellung erleichtern
Die Herstellung von kolloidalem Gold zählt zu den anspruchsvollsten Anwendungen der Elektrolyse. Im Vergleich zu vielen anderen Metallen reagiert Gold deutlich langsamer und sensibler auf Veränderungen der Herstellungsbedingungen. Bereits kleine Abweichungen bei Leitwert, Stromstärke, Temperatur oder Wasserqualität können die Herstellungsdauer und das Ergebnis beeinflussen.
Hochwertige Kolloidgeneratoren ermöglichen eine präzise Steuerung der Elektrolyse und helfen dabei, diese Einflussfaktoren möglichst konstant zu halten. Funktionen wie eine regelbare Stromstärke, die automatische Elektrodenumschaltung, eine Leitwertanzeige sowie individuell einstellbare Herstellungsparameter schaffen optimale Voraussetzungen für eine gleichmäßige und reproduzierbare Partikelbildung.
Gerade bei mehrtägigen Goldproduktionen zahlt sich diese präzise Steuerung aus. Sie erleichtert nicht nur die Herstellung, sondern trägt auch dazu bei, den Prozess zuverlässig und kontrolliert durchzuführen.
Fazit zur Herstellung von kolloidalem Gold
Zusammenfassend zeigt sich, dass die Herstellung von kolloidalem Gold deutlich mehr Geduld erfordert als die Herstellung vieler anderer kolloidaler Lösungen.
Wer auf einen hochwertigen Kolloidgenerator, geeignetes Reinstwasser, einen passenden Leitwert sowie konstante Herstellungsbedingungen achtet, schafft optimale Voraussetzungen für eine gleichmäßige und reproduzierbare Herstellung im Niedervoltverfahren.
Häufige Fragen zur Herstellung von kolloidalem Gold
Alles Wissenswerte zu Herstellung, Lagerung und Anwendung von kolloidalem Gold.
Beim Niedervoltverfahren mit Geräten wie dem Colloimed CM2000 oder Xpert fließt nur eine niedrige Stromstärke durch das Wasser. Dadurch lösen sich die Goldatome langsamer aus den Elektroden und bilden nach und nach sehr feine Partikel. Das sorgt für eine hohe Qualität, braucht aber in der Regel 3 bis 5 Tage bis zur Zielkonzentration von z. B. 10 ppm.
10 ppm (parts per million) bedeutet, dass in einer Million Teile Wasser 10 Teile Gold enthalten sind. Es handelt sich um eine fein dosierte, typische Zielkonzentration bei der Herstellung von kolloidalem Gold mit hochwertigen Kolloidgeneratoren.
Die tatsächliche Laufzeit von 3 bis 5 Tagen kann sich je nach
- Wasserqualität (ideal: destilliertes/deionisiertes Wasser),
- Temperatur (zu kalt verlangsamt den Prozess) und
-
Zustand der Elektroden (sauber, nicht beschädigt)
ändern. Gute Rahmenbedingungen unterstützen eine feine Partikelbildung und erhöhen die Stabilität der Lösung.
Eine gute Lösung aus dem Niedervoltverfahren ist in der Regel:
- klar bis minimal leicht rosa gefärbt,
- frei von Flocken oder sichtbaren Ablagerungen,
-
auch nach einiger Standzeit stabil (keine Ausflockung).
Moderne Kolloidgeneratoren wie Colloimed CM2000 oder Xpert helfen mit präzisen Einstellungen, diese Qualität reproduzierbar zu erreichen.
Gold unterscheidet sich deutlich von Silber. Während Silber bereits bei sehr reinem Wasser mit einem extrem niedrigen Leitwert hergestellt werden kann, benötigt Gold etwas bessere elektrische Leitfähigkeit im Wasser.
Der Grund ist einfach: Gold besitzt eine sehr stabile Atomstruktur. Damit sich Goldatome während der Elektrolyse aus der Elektrode lösen können, muss der elektrische Strom zuverlässig durch das Wasser fließen. Ist der Leitwert zu niedrig, fließt nur sehr wenig Strom und die Herstellung kann sich erheblich verlängern oder sogar nahezu zum Stillstand kommen.
Man kann sich den Leitwert wie einen Fluss vorstellen:
Je reiner das Wasser ist, desto weniger gelöste Stoffe enthält es – der Fluss wird immer kleiner. Bei einem sehr niedrigen Leitwert gleicht er nur noch einem kleinen Rinnsal. Dadurch kann auch nur wenig elektrischer Strom fließen.
Für die Herstellung von kolloidalem Gold darf der Fluss etwas mehr Wasser führen. Ein etwas höherer Leitwert sorgt dafür, dass der Strom gleichmäßig durch das Wasser fließen kann und die Goldatome sich kontrolliert aus den Elektroden lösen. Das beschleunigt die Herstellung nicht drastisch, schafft aber bessere Voraussetzungen für einen stabilen Produktionsprozess.
Auch mit einem geeigneten Leitwert benötigt Gold deutlich mehr Zeit als viele andere Metalle.
Der etwas höhere Leitwert sorgt lediglich dafür, dass ausreichend Strom fließen kann. Die eigentliche Geschwindigkeit wird jedoch hauptsächlich durch die Eigenschaften des Goldes bestimmt. Goldatome sind sehr fest im Metallgitter gebunden und lösen sich deshalb wesentlich langsamer als beispielsweise Silber.
Deshalb sind Herstellungszeiten von 250ml in etwa drei bis fünf Tagen im Niedervoltverfahren vollkommen normal.
Ja.
Ein unnötig hoher Leitwert ist ebenfalls nicht empfehlenswert. Enthält das Wasser zu viele gelöste Stoffe, kann dies die Reinheit der hergestellten kolloidalen Goldlösung beeinträchtigen und sich negativ auf die Qualität auswirken.
Deshalb sollte grundsätzlich mit hochwertigem Reinst- oder destilliertem Wasser gearbeitet werden. Für die Herstellung von kolloidalem Gold hat sich ein Leitwert von etwa 5 bis 12 µS/cm (Mikrosiemens pro Zentimeter) als guter Bereich bewährt. So kann ausreichend elektrischer Strom fließen, ohne die hohe Reinheit des Wassers unnötig zu beeinträchtigen.
Am besten kontrollieren Sie den Leitwert mit einem hochwertigen Leitwertmessgerät. So können Sie sicherstellen, dass die Voraussetzungen für eine stabile, kontrollierte und reproduzierbare Herstellung gegeben sind.
Grundsätzlich lässt sich kolloidales Gold mit verschiedenen Kolloidgeneratoren herstellen. Allerdings stellt Gold deutlich höhere Anforderungen an den Herstellungsprozess als beispielsweise Silber.
Da Gold eine hohe Bindungsstruktur besitzt und sich die Goldatome nur langsam aus den Elektroden lösen, profitieren Anwender von einem präzise regelbaren Kolloidgenerator, der eine konstante Stromstärke und stabile Herstellungsbedingungen über mehrere Tage gewährleistet.
Funktionen wie eine einstellbare Stromstärke, die Überwachung des Leitwerts, eine automatische Elektrodenumschaltung sowie eine kontrollierte Elektrolyse können dabei helfen, reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen und die Herstellung zu erleichtern.
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